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Osttürkei-Rundreise
Kayseri, Türkei
14-tägige Kultur- und Erlebnisreise zwischen Zentralanatolien, Schwarzmeerküste und Zweistromland - Unentdeckte Schätze der Ost-Türkei und Relikte einer viertausendjährigen Geschichte
1. Tag, Donnerstag: Ankunft
Fluganreise nach Kayseri. Transfer zum Hotel. Abendessen, anschließender Begrüßungscocktail und Übernachtung in Kayseri
2. Tag, Freitag: Das Volk der tausend Götter (430 km)
Sie fahren heute nach Hattusas (Unesco-Kulturdenkmal), zur Hauptstadt der legendären Hethiter. Die unzähligen Tempelanlagen, in denen die "tausend Götter des Hatti-Landes" Heimat fanden, offizielle Gebäude, Königspaläste und Stadtmauern, die bis in die Bronzezeit zurückgehen erzählen Ihnen von der glorreichen Geschichte dieses rätselhaften Reiches. Sie entdecken im hethitischen Felsheiligtum Yazilikaya in den Felsen gemeißelte Reliefs von Göttern und Göttinnen. Anschließend fahren Sie weiter nach Amasya. Die an steilen Bergwänden liegende und in der Antike "Ameseia" genannte Stadt zeugt noch heute ihre Burg, Königsgräber, Brücken und Aquädukte von vergangener Pracht. Übernachtung in Amasya.
3. Tag, Samstag: Die Felsgräber von Amasya - Im Pontus-Reich (460 km)
Bevor Sie Amasya verlassen, bewundern Sie einige aus dem hohen Felsen geschlagene Königsgräber, die vom berühmten Historiker Strabon in die Zeit des Pontus-Reiches datiert werden. Die gewaltigen Gräber wurden in byzantinischer Zeit als Kirchen und Kapellen genutzt. Über das Canik-Gebirge begeben Sie sich anschließend nach Ünye an die Schwarzmeerküste. An der Küste des berühmten Schwarzen Meeres und an Teeplantagen entlang fahren Sie nach Trabzon, dem ehemaligen Trapezunt. Abendessen und Übernachtung in Trabzon.
4. Tag, Sonntag: Trapezunt, die blühende Handelsstadt (285 km)
Das Bild von Trabzon wird heute vom byzantinischen und osmanischen Erbe geprägt. Sie besichtigen im ehemaligen Trapezunt die Kirche Hagia Sophia. Den Kern der ehemaligen Klosteranlage bildet der grandiose Kuppelraum, der unter byzantinischen Kirchen seinesgleichen sucht. Einer alten Karawanenroute folgend, begeben Sie sich zum Ortsteil Macka, um das ehemalige griechische Kloster Sumela zu besuchen. Das Kloster, das 300 m über dem Tal aus der steilen Felswand herausragt, ist einer der bedeutendsten heiligen Orte der orthodoxen Kirche in Anatolien und eines der ältesten Sakralbauten der Schwarzmeerregion. Am Schwarzen Meer entlang fahren Sie nach Artvin. Abendessen und Übernachtung in Artvin.
5. Tag, Montag: Georgisches Erbe - seldschukische Kunst (190 km)
Nach einer Fahrt durch eine grandiose Berglandschaft und die üppige Vegetation der Schwarzmeerregion erreichen Sie die ehemalige Bischofskirche Ishan. Sie lassen sich von der mit Glasurziegeln reich verzierten Kuppel und den Steinmetzarbeiten an den Fensterrahmen beeindrucken. Anschließend fahren Sie weiter nach Erzurum, der größten Stadt der Ost-Türkei. Sie besichtigen hier die Cifte Minareli Medrese. Die ehemalige theologische Hochschule ist mit ihrem vorspringenden Portal und den beiden mit Fayencen verzierten Ziegelminaretten ist eines der bedeutendsten Bauwerke der Stadt. Zum Abschluss des Tages steht die Große Moschee mit seldschukischen und osmanischen Stilelementen auf dem Programm. Abendessen und Übernachtung in Erzurum.
6. Tag, Dienstag: Ani - mittelalterliche Metropole (370 km)
Über die Garnisonsstadt Kars erreichen Sie am türkisch-armenischen Grenzgebiet auf einem Plateau die Ausgrabung von Ani, die von einer tiefen Schlucht und dem Fluss Harpasus umgeben ist. Im 11. Jahrhundert wurde die an der nördlichen Seidenstraße gelegene Stadt allgemein als "Stadt der 1001 Kirchen" bezeichnet. Die mythische Stadt ist heute vor allem für ihre noch erhaltenen Zeugnisse armenischer Architektur bekannt. Bei einem Spaziergang durch die hervorragend geplante und ausgestattete Stadt, deren Strassen mit Wasserleitungen aus Tonröhren ausgelegt waren, erkunden Sie mittelalterliche Kirchen. Abendessen und Übernachtung in Igdir.
7. Tag, Mittwoch: Auf den Spuren erloschener Kulturen - Tuspa (220 km)
In Dogubeyazit besichtigen Sie den Ishak-Pasa-Palast. Die burgähnliche Palastanlage aus dem 18. Jahrhundert vereint armenische, georgische, persische, seldschukische und osmanische Architekturstile. Die Anlage verfügte unter anderem über eine Moschee, ein Hamam, eine Haremsabteilung, eine Bibliothek, einen Kerker und ein Grabmal, in dem auch die Erbauer bestattet wurden. Auf einer landschaftlich reizvollen Strecke erreichen Sie Van. Die wichtigsten Bauabschnitte der im 11. Jahrhundert vor Christi erbauten Festung von Van stellen die in den Felsen eingelassenen Zellen mit den Inschriften des Volkes der Urartäer dar. Im Inneren der Festung befindet sich eine Moschee, die von Sultan Süleyman dem Prächtigen erbaut wurde. Abendessen und Übernachtung in Van.
8. Tag, Donnerstag: Unsterbliche Werke der christlichen Steinmetze (130 km)
Inmitten einer fruchtbaren Ebene ragt der Felsrücken von Cavustepe auf. Hier besichtigen Sie die beeindruckenden Überreste einer urartäischen Festung. Hervorzuheben sind die keilschriftlichen Widmungen am Tempeltor. Anschließend unternehmen Sie auf dem Van-See eine Bootsfahrt zur Klosterinsel Akdamar. Die beeindruckenden Reliefs an den Fassaden des Baus zeigen neben religiösen Themen aus der Bibel und dem Pentateuch auch weltliche Themen wie das Palastleben, Jagdszenen, Menschen- oder Tierfiguren. Abendessen und Übernachtung in Tatvan.
9. Tag, Freitag: Auf dem Weg zum Zweistromland - Das Tor nach Syrien (290 km)
Zu einem absoluten Höhepunkt der Reise wird die Besichtigung von Hasankeyf am Tigris. Der einzigartige Blick vom nördlichen Tigrisufer auf die gewaltigen Brückenreste, den Burgberg und die Minarette vermittelt eine melancholische Atmosphäre. Die Fahrt geht weiter nach Tur-Abdin, in die Heimat der syrisch-orthodoxen Glaubensgemeinde in der Türkei. In Midyat, dem Hauptort von Tur-Abdin, besuchen Sie das Mor-Gabriel-Kloster. Die Klosteranlage ist der geistliche Mittelpunkt der syrischorthodoxen Kirche. Auf der Weiterfahrt durchqueren Sie ein Gebiet, in dem sich von alters her die mesopotamische und die anatolische Kultur verbanden. In Mardin, das sich am Südhang eines Felsgrats erstreckt, haben Sie einen überwältigenden Blick auf die nordmesopotamische Ebene. Abendessen und Übernachtung in Mardin.
10. Tag, Samstag: Sanliurfa - die Prophetenstadt - Harran im Norden Mesopotamiens (230 km)
Sie nehmen in den Morgenstunden Abschied von Mardin und fahren nach Sanliurfa. In der im 2. Jahrhundert von Christi von den Hurritern gegründeten Stadt wurde der islamischen Tradition zufolge Abraham geboren. Sie besuchen in dem Wallfahrtsort die Halil Rahman-Moschee und einen zum Komplex gehörenden Teich mit heiligen und unantastbaren Karpfen. Am Nachmittag fahren Sie nach Nord-Mesopotamien zur Ortschaft Harran nahe der türkisch-syrischen Grenze. In der "Abraham-Stadt" besichtigen Sie die Überreste der Ulu-Moschee, des Sin-Tempels, und der ursprünglich vier Kilometer. langen Stadtmauern. In einem der aus Lehmziegeln errichteten und Bienenkorb-ähnlichen Trulli-Häuser, genießen Sie einen Tee. An der Strecke nach Adiyaman besichtigen Sie den größten Staudamm der Türkei. Abendessen und Übernachtung in Kahta.
11. Tag, Sonntag: Ein unvergesslicher Sonnenaufgang - Nemrud-Berg (290 km)
Um einen Sonnenaufgang zu erleben, den Sie nie vergessen werden, fahren Sie noch in der Nacht zu den kolossalen Götterstatuen auf dem Nemrud-Berg. Die über zweitausend Jahre alten Statuen sind Ausdruck der einzigartigen Synthese mazedonischer und persischer Kultur. Anschließend fahren Sie weiter nach Gaziantep. In Gaziantep besuchen Sie das zweitgrößte Mosaiken-Museum der Welt, in dem die allerneuesten Funde aus der antiken Stadt Zeugma, die vor kurzem freigelegt wurden, gezeigt werden. Die im Museum ausgestellten Mosaiken und Fresken gehören zu den Meisterwerken der römischen Kunst. Anschließend tauchen Sie in die orientalische Atmosphäre des Basarviertels ein. Abendessen und Übernachtung in Gaziantep.
12. Tag, Montag: Hethitische Sommerresidenz - Karatepe (260 km)
Der Tag beginnt mit der Besichtigung der spät-hethitischen Residenz Karatepe. Die Innenwände des Torbauwerkes sind mit Reliefs ausgestattet, die in Basaltblöcke eingearbeitet wurden. Der in der Nähe gelegene Aslantas-Stausee und die bewaldete Landschaft verleihen der Ausgrabung einen idyllischen Charakter. In Adana, der viertgrößten Stadt des Landes besuchen Sie die Sabanci Merkez Cami, die 1988 im klassischosmanischen Stil errichtet wurde und zurzeit die größte Moschee der Türkei ist. Abendessen und Übernachtung in Adana
13. Tag, Dienstag: Auf den Spuren des Paulus - Die kilikische Pforte (280 km)
In Tarsus, der Heimatstadt des Apostel Paulus, besichtigen Sie den Paulus-Brunnen. Die antike römische Straße inmitten der Stadt ist ein Hinweis auf die ehemalige Bedeutung der über dreitausend Jahre alten Siedlung. Durch die berühmte kilikische Pforte fahren Sie anschließend in das anatolische Hochland. In der Provinzstadt Nigde besichtigen Sie das Gümüsler-Kloster und bewundern dort gut erhaltene mittelalterliche Fresken. Sie besuchen in Derinkuyu eine bis zu acht Stockwerke tief reichende unterirdische Stadt, die in den weichen Tuffstein Kappadokiens gegraben wurde. Abendessen und Übernachtung in Kappadokien.
14. Tag, Mittwoch: Höhepunkte Kappadokiens (30 km)
Der Tag ist den Höhepunkten Kappadokiens gewidmet. Im Göreme-Tal wo einst Einsamkeit suchende und Askese übende Eremiten Zuflucht fanden, bewundern Sie einzigartige Höhlenkirchen, die in den Tuffstein gegraben wurden. Die gut erhaltenen mittelalterlichen Fresken zeigen Zyklen aus dem Leben Christi. Vom hohen Felsenkegel Uchisar genießen Sie den atemberaubenden Blick auf die bizarre Landschaft Kappadokiens. Anschließend besuchen Sie das Zelve-Tal, eine der größten Siedlungen Kappadokiens, die erst vor einigen Jahrzehnten aufgegeben wurde. In Pasabag öffnen sich Ihnen die Tore zu einer Märchenwelt. Der Rundgang zwischen den von Wasser und Wind geformten Tuffkegeln wird Ihnen lange in Erinnerung bleiben. In einer regionalen Teppichmanufaktur erfahren Sie, wie die weltberühmten handgeknüpften türkischen Teppiche entstehen. Im Dervent-Tal erleben Sie den Sonnenuntergang. Abendessen und Übernachtung in Kappadokien.
15. Tag, Donnerstag: Rückflug
Transfer nach Kayseri und Rückflug nach Deutschland.
Unsere Leistungen:
- Charterflüge Deutschland - Kayseri - Deutschland
- 20 kg Freigepäck pro Person
- Transfers Flughafen - Hotel - Flughafen
- Begrüßungscocktail nach dem Abendessen am Ankunftstag
- 14 Übernachtungen in guten Mittelklassehotels
- Vollpension während der Rundreise (außer am An- und Abreisetag)
- Eintrittsgelder
- Deutschsprachige, qualifizierte Reiseführung
- Moderner, klimatisierter Reisebus (bei geringerer Teilnehmerzahl auch ein klimatisierter Kleinbus)
- Gruppentrinkgelder
Tipps und Hinweise:
- Was Sie in Ihren Koffer packen sollten:
Feste Schuhe, gegebenenfalls Wanderschuhe
Im April und Anfang Mai und ab Mitte September warme Kleidung
Moschee-Socken (falls Sie nicht barfuss oder auf ihren Socken gehen möchten)
Kopftuch für Damen und lange Hosen für Herren (für Moschee-Besuche)
Sonnenschutz (Kopfbedeckung, Sonnencreme)
Gegebenfalls ausreichend Fotomaterial
Gegebenfalls Fernglas
Reiseapotheke bzw. täglich benötigte Medikamente
Hinweise: Wir behalten uns Änderungen im Reiseverlauf vor. Zusatzleistungen (wie z. B. Ballonfahrt oder Kappadokien-Abend) können vor Ort gebucht werden. Persönliche Ausgaben (wie Getränke, Nebenkosten im Hotel oder persönliche Trinkgelder) sind nicht im Reisepreis inbegriffen. Die Reise ist für Kinder unter 16 Jahren nicht geeignet.
Mindestteilnehmerzahl: 16 Personen. Bei Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl kann die Reise spätestens 21 Tage vor Abflug vom Reiseveranstalter umgebucht oder storniert werden.
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